Bei Reizdarm kann es zu unangenehmen Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung oder Durchall kommen.

Durchfall, Blähungen, Verstopfung – leide ich an Reizdarm?

Wenn der Darm den Tagesablauf diktiert, kann das sehr belastend sein. Wann setzen die Bauchschmerzen wieder ein? Wo ist das nächste öffentliche WC? Ständige Blähungen und Durchfall machen einen entspannten Einkaufsbummel unmöglich; vom Schamgefühl, das Betroffene plagt, einmal ganz abgesehen. So belastend die Situation auch sein mag – sie ist kein Einzelfall. Das Phänomen „nervöser Darm“ ist verbreiteter als man denkt! 

Durchfall, Blähungen, Verstopfung – leide ich an Reizdarm?

Wenn der Darm den Tagesablauf diktiert, kann das sehr belastend sein. Wann setzen die Bauchschmerzen wieder ein? Wo ist das nächste öffentliche WC? Ständige Blähungen und Durchfall machen einen entspannten Einkaufsbummel unmöglich; vom Schamgefühl, das Betroffene plagt, einmal ganz abgesehen. So belastend die Situation auch sein mag – sie ist kein Einzelfall. Das Phänomen „nervöser Darm“ ist verbreiteter als man denkt! 

Das Reizdarmsyndrom ist eine der häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Diagnose „Reizdarm“ ist für die etwa 15 Mio. Betroffenen dann meist nur ein schwacher Trost: Denn häufig sprechen Ärzte davon, wenn keine organischen Ursachen für die Beschwerden festgestellt werden können. Experten forschen aktuell nach den genauen Ursachen für das Reizdarmsyndrom und nach entsprechenden Therapie-Ansätzen.

Die typischen Reizdarm-Symptome

Die Kennzeichen für Colon irritabile, für den reizbaren Darm, treten in Kombination oder im Wechsel und meist über einen längeren Zeitraum auf. Zu den Symptomen gehören Unwohlsein, Bauchkrämpfe, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung sowie Stuhlveränderungen.

Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Verstopfung sind die typischen Reizdarm-Symptome.

Diagnose Reizdarm

Damit die Diagnose „Reizdarm“ gestellt werden kann, sind aus medizinischer Sicht drei Kriterien notwendig:

  • Die Symptome bestehen chronisch (also seit min. 3 Monaten).
  • Die Lebensqualität leidet deutlich.
  • Zugrundeliegende Erkrankungen wie zum Beispiel chronische Darmentzündungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) können ausgeschlossen werden.

Darmkrankheiten: Ist Stress der Auslöser?

Stress kann die Reizdarm-Symptome verschlimmern; es handelt sich jedoch wohl nicht um eine psychosomatische Krankheit.

„Das ist doch alles nur psychisch!“ Solche oder ähnliche Kommentare hat bestimmt jeder schon zu hören bekommen, bei dem keine konkrete Diagnose für die Beschwerden gestellt werden konnte. Es stimmt zwar, dass sich auch seelische Probleme wie Schlafstörungen oder sogar Depressionen zum Reizdarmsyndrom gesellen können. Diese treten aber eher im Schatten der Darmkrankheiten auf und sind nicht die Auslöser dafür. Häufig verschlimmern sich die Symptome durch Stress; nach heutigem Kenntnisstand ist Reizdarm jedoch keine psychosomatische Erkrankung.

Darmentzündung ist vermutlich der Übeltäter

Aber was sind dann die Ursachen für die Darmbeschwerden? Für Reizdarm sind offenbar mehrere Auslöser verantwortlich; so können angeborene Faktoren und Umwelteinflüsse dahinter stecken. Bei Betroffenen liegt häufig eine gesteigerte Empfindlichkeit vor sowie Störungen in jenem Teil des Nervensystems, das für die Regulierung der inneren Organe zuständig ist.

Eine Darmentzündung kann der Auslöser für das Reizdarm-Syndrom sein – darauf deuten Untersuchungen hin.

Mikrobiologische Untersuchungen der Darmschleimhaut zeigen, dass bei Reizdarmpatienten oft eine unterschwellige Entzündungsreaktion vorliegt. Experten vermuten, dass diese durch eine Störung der Darmflora entstehen kann.

Durch das Ungleichgewicht der Darmflora wird die natürliche Schutzschicht durchlässiger und Erreger können leichter in die Schleimhaut eindringen und eine Entzündung hervorrufen. Diese Darmentzündung wiederum bringt das Nervensystem des Darms durcheinander.

Die Folge: eine gestörte Eigenbewegung des Darms, Krämpfe und Verdauungsprobleme. Außerdem können auch Blähungen oder die entzündete Darmschleimhaut selbst Schmerzen verursachen. Verlangsamt sich die Darmpassage, kommt es außerdem zur Verstopfung. Ist sie beschleunigt, führt das wiederum zu Durchfall.

Reizdarm – was kann ich tun?

Für Betroffene ist ein Besuch beim Arzt unbedingt empfehlenswert. Nur mithilfe umfassender Untersuchungen kann die Diagnose Reizdarm gestellt und andere Erkrankungen oder Unverträglichkeiten ausgeschlossen werden.

Die Diagnose Reizdarm erfordert umfassende Untersuchungen beim Arzt.

Einen Königsweg zur Behandlung des Reizdarm-Syndroms gibt es leider noch nicht. In der Regel umfasst die ärztlich verordnete Therapie individuelle Behandlung mit Medikamenten, Ernährungsberatung sowie Psycho- oder Verhaltenstherapie. Daneben gibt es einige vielversprechende, therapiebegleitende Ansätze: So hat sich gezeigt, dass Milchsäure-Kulturen die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen können.

Den Reizdarm kann auch eine individuelle Behandlung mit Medikamenten kurzfristig lindern.

Kennen Sie schon unser neues Produkt sanotact® Hilft bei Reizdarm mit dem Bakterienstamm Bacillus coagulans?

 

 

Eine ausgeglichene Lebensweise kann helfen, den Stress für den nervösen Darm zu verringern.

Langfristig können auch eine ausgeglichene Lebensweise und eine gesunde Ernährung den Darm unterstützen und das körperliche Wohlbefinden steigern. Da es keine allgemeingültigen Empfehlungen für Ernährung und Lebensstil bei Reizdarmsyndrom gibt, sollten Betroffene am besten selbst nach individuellen Auslösern ihrer Symptome suchen. Treten Beschwerden nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auf, bei Stress oder Bewegungsmangel? Dabei können zum Beispiel zertifizierte Ernährungsfachkräfte oder das Führen eines Ernährungstagebuchs unterstützen. Experten zufolge ist auch Sport eine sehr sinnvolle Ergänzungsmaßnahme – die Bewegung wirkt sich auf das gesamte Verdauungssystem positiv aus.

Eine gute Nachricht gibt es immerhin für Reizdarm-Patienten: Studien zufolge haben sie dennoch eine hohe Lebenserwartung! Grund dafür dürfte einfach eine veränderte und bewusstere Lebensführung sein. Auch wenn die Diagnose „Reizdarm“ im ersten Moment ein Schock ist – Menschen, die daraus die Konsequenzen gezogen haben, achten weit häufiger als der Durchschnitt auf mehr Bewegung, gesundes Essen und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen!